Ausflug in das KZ Osthofen im Jahrgang 9

Passend zu ihrer derzeitigen Beschäftigung mit der NS Zeit begaben sich am Freitag, den 25.Mai 18, zwei Klassen im Jahrgang 9 zu einem Ausflug zum ehemalige KZ „Osthofen“.

In diesem frühen  KZ in Rheinland-Pfalz hat man eine Eindruck bekommen , wie man politische Gegner zu dieser Zeit eingesperrt hatte.  Es gab eine riesige Lagerhalle, die jedoch in kleine Holzverschläge unterteilt war, wo 40 Menschen untergebracht wurden. Es gab keine richtige Toilette, geschweige, denn Zeit und einen richtigen Ort um sich zu waschen. Damaligen Ärzte, waren daran beteiligt, dass die Inhaftierten nicht richtig  medizinisch versorgt wurden. Trotz Krankheit schrieben sie sie arbeitsfähig. Das medizinische Versorgungszimmer wurde nur  für Pressebesuche aus Propagandagründen vorgezeigt.

Folter fand  auch auf psychischer Ebene statt. Gefangene wurden z.B. vor helle Lampen gesetzt wurden, so sie nicht schlafen konnten. Sie durften noch nicht einmal das Fasten ihrer Religion einhalten. Ein gläubiger Jude wurde gezwungen Schweinefleisch zu essen. Dazu muss man wissen das Schweinefleisch von Juden gerade während der Fastenzeit nicht gegessen werden darf.

Es wurde so  versucht ihnen jede Privatsphäre zu nehmen um sie zu demütigen und vor allem zu brechen, und dass obwohl dies ein frühes KZ war. Dort wurden anfangs nur Menschen festgehalten, die sich gegen Hitler und den Staat gestellt haben.  Zwischen 1933 und 1934 wurden auch Juden eingesperrt wurden.

Ein junger Mann, führte die Schülerinnen und Schüler durch die verschiedenen Orte  auf dem Gelände und erzählte so überzeugend, dass sich fast jeder in die Geschichte und das Geschehen hinein versetzen konnte.

Außerdem teilte er mit, das es zum Glück zwei Leute geschafft hatten aus Osthofen zu fliehen, indem sie über eine Maurer flüchteten. Zuerst schaffte es Wilhelm Vogel im April 1933 und dann Max Tschornicki im Julie 1933.

Anschließend sahen die beiden Klassen  eine Ausstellung im 1.Stock der Gedenkstätte, wo viele Zitate, Bilder sowie Geschichten ausgestellt wurden. Sogar die Namen von allen, die dort inhaftiert waren, wurden auf einer Diashow präsentiert. Jedenfalls alle, von denen man heute weiß, dass sie dort waren.

Ich kann abschließend persönlich sagen, dass man viel aus dem Ausflug mitnehmen konnte und vielleicht in der Zukunft ein wenig respektvoller mit dem Thema umgeht. Viele Schüler/innen haben das Thema sehr ernst genommen, haben z.B. auch viele produktive Fragen gestellt sowie Fotos gemacht und aufmerksam zugehört.

Sina Albes