1822-Schulkünstlerprojekt “Zeit in aller Munde”

 In diesem Jahr befassen sich die Schüler der Jahrgänge 9 und 10 des 1822-Schulkünstlerprojekts unter der künstlerischen Leitung von Sabine Lauer mit dem Thema Zeit.
Zeit, ein Thema, das uns alle beschäftigt. Wir alle nutzen leichtfertig, unbedacht, mehrmals am Tag die20160202_132347 ses Wort. Doch fast niemandem ist bewusst wie umfangreich und vielfältig Zeit wirklich ist. Außerdem ist es mehr als nur interessant zu erfahren was Schüler mit dem Wort Zeit verbinden. Also nehmen sie sich doch die Zeit die Werke der Schüler in der Abschlussausstellung zu betrachten.

Die Schüler bearbeiten das Thema Zeit und haben einige Mindmaps dazu erstellt. 20160202_132425Darüber sind verschiedene Unterthemen zu Stande gekommen, wie z.B. Zeitmessgeräte, Zeitbegriffe in der Sprache oder auch die Betrachtung von Geschichte. Sie fingen an Bilder zu gestalten und erlernen eine Technik, welche bereits 3200 vor Christus zum Einsatz kam, als die Ägypter zum ersten mal Wachs als Bindemittel für Farbpigmente nutzten. Die Technik, welche die Schüler des 1822-Schulkünstlerprojekts lernen, nennt sich Enkaustik (von dem griechischen Wort enkauston, eingebrannt). Sie beschreibt das Arbeiten und gestalten mit Hilfe von Wachs. Die Enkaustik ist eine Technik, die bereits im alten Griechenland weiterentwickelt wurde.

Mit Wachs arbeiten ist keine Leichtigkeit, denn bei dem Umgang mit Wachs muss man einiges beachten. Wenn man ein Bild aus Wachs gestalten möchte, muss man verschiedene Wachsschichten übereinanderlegen. Man nutzt verschiedene Techniken wie das Ritzen in eine Wachsschicht, das Überkleben von Wachs mit Klebestreifen um eine genaue Struktur oder ein Muster zu erstellen oder auch andere Materialien wie Blätter, Haare oder Metall einzubringen. Dabei arbeiten die Schüler mit den verschiedensten Werkzeugen. Darunter findet man Heißluftgeräte, Kochplatten, Warmhalteplatten, Spachtel und Präzisionsmesser.

Die Exponate, die im Projekttag dienstags entstehen, sind wichtige Grundsteine auf dem langen Weg zum eigenen Werk und zur Ausstellung. Um ein eigenes Werk zu schaffen arbeiten die Schüler eine Woche in den Osterferien. So ist es möglich auch in der Schule eine Ateliersituation entstehen zu lassen, in der die Schüler sich ganz ihrem eigenen Werk widmen können.

Wir laden Sie heute schon ein zur Ausstellungseröffnung, welche am Ende des Schuljahres stattfinden wird. Nehmen Sie sich doch die Zeit die Werke der Schüler zu betrachten und mit den Schülern und der künstlerischen Leitung ins Gespräch zu kommen.

Text: Lars Brun (Werbeagentur IGS Herder)